Das globale Trinkgeld

Wir alle geben im Café Trinkgeld an die Bedienung. Aber warum eigentlich nicht an den Kaffeebauern? Wenn Konsumenten direkt an Produzenten vor Ort fließen ließen, könnte das deren Einkommen massiv verbessern und die globale Ungleichheit ein bisschen reduzieren. Mit dieser Idee kam Jonathan Funke zum ersten Z2X Festival 2016. Dort fand er mit Robin Collin, Helen Deacon und Oliver Sonnenwald mehrere Mitstreiter.

Gemeinsam besuchten sie eine faire Schuhfabrik in Pakistan, um Arbeiterinnen von Anfang an in die Entwicklung mit einzubeziehen. Gleichzeitig meldeten sich die ersten interessierten Unternehmen, die ein Trinkgeld in ihr Onlinebestellsystem einbauen wollten.

Was ist seitdem passiert?

tip me hat eine Software-Lösung für jeden gängigen Onlineshop entwickelt. Wer online einen Kaffee, ein T-Shirt oder Schuhe bestellt, sieht, wer das Produkt gemacht hat und kann genau dieser Person ein globales Trinkgeld geben. Es wird direkt und ohne Abzüge auf das
Handy der einzelnen Arbeiter überwiesen. Mit einem individuellen Code und einem Ausweis können sie sich das Trinkgeld dann bei einem zertifizierten Shop in bar auszahlen lassen.

Fast 50 Prozent der Konsumenten geben Trinkgeld. Heute werden so die Näherinnen in der fairen Schuhfabrik in Pakistan und syrische Geflüchtete in Münster unterstützt. Bald kommen Pfefferbäuerinnen aus Indien, Guarana-Bauern in Brasilien und Ziegenhirten in der Mongolei dazu. Die erste Zusammenarbeit mit Supermärkten ist in Planung.

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