07. März 2019

Z2X Summits – Das Programm für Z2X Digital steht

Mit den neuen Z2X Summits bringt ZEIT ONLINE bei Z2X Digital, Z2X Bildung und Z2X Europa je 100 junge Menschen zusammen, die für das gleiche Thema brennen – und gemeinsam die Welt verändern könnten. Die Bewerbungsphase für die insgesamt 300 Plätze bei den Z2X Summits läuft derzeit.

Das Programm des ersten Summits ist nun fertig: Z2X Digital versammelt am 22. März 2019 junge Vordenkerinnen und Pioniere rund um die Themen Inklusion im Web, dezentralisiertes Internet, virtuelle Realität, Datenschutz, Menschenrechte im Netz, künstliche Intelligenz und die Zukunft der digitalen Zusammenarbeit im silent green Kulturquartier im Berliner Wedding.

Gemeinsam mit Expertinnen, Wissenschaftlern, Gründerinnen, Künstlern und Entwicklern stellen wir uns aktuelle Fragen über die Zukunft unseres digitalen Lebens: Wie gestalten wir ein faires, inklusives Internet? Was unternehmen wir gegen digitale Unmündigkeit und wie schützen wir persönliche Rechte im Web? Wie sollen oder müssen digitale Dienste aussehen, die unser Leben und unsere Arbeit wirklich verbessern?

Die Digitalkünstlerin Caroline Sinders, deren Arbeiten bereits im New Yorker MoMA PS1 präsentiert wurden und die bald auf der re:publica in Berlin spricht, macht sich für Inklusion, Gerechtigkeit und Gleichheit im Netz stark. Gemeinsam mit den Teilnehmenden erkundet sie mit dem Projekt Feminist Data Set die Parameter für eine feministische Gestaltung von Datensätzen. Eike Gräf, Referent in der Europäischen Kommission, spricht über die neuesten Maßnahmen, die die Kommission derzeit gegen Hatespeech im Netz plant. Die Wissenschaftlerin am Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft Shirley Ogolla fragt nach dem neuen Alltag, wenn künstliche Intelligenz am Arbeitsplatz von morgen einzieht. Nick Wüsthoff, Student und Entwickler, entwirft eine Heldengeschichten-App, die Jugendliche in Schwierigkeiten zukünftig einfach mit persönlichen Ansprechpartnern und unterstützenden Organisationen in der Nähe in Kontakt bringt. Till Behnke, Gründer der Spendenplattform betterplace.org und Mitgründer des digitalen Nachbarschaftsnetzwerks nebenan.de, tauscht sich mit dem Publikum über die Gestaltung, Funktion und Möglichkeiten von Onlinecommunitys aus. Inwiefern sich digitale und analoge Welten in unserer Gesellschaft längst miteinander verbinden, diskutiert Künstler und Designer Manuel Roßner. Das Berliner Digitalkollektiv Tactical Tech coacht die Teilnehmenden in Datenschutz und Mündigkeit im Web. Christian Bergmann und Christian Röpke machen sich mit Paul Open Search für gute politische Hintergrundrecherche stark. Gabriela Ivens diskutiert Menschenrechte im Internet: Ist es eine Form von Zensur, wenn soziale Medien ihre Inhalte durch anonym gehaltene Content-Moderatoren vorsortieren und moderieren lassen? Von wem und unter welchen Bedingungen für Moderatorinnen und Moderatoren werden die Inhalte zugelassen oder abgelehnt? Recht im Netz besprechen auch Anwalt und Unternehmer Benedikt Schuppli, der nach der juristischen Bewertung von digitalen Akteuren fragt, und Hadi Khatib, Gründer des Syrian Archive, der mit einer Methodik Videomaterial über Kriegshandlungen im Netz verifiziert und der dieses Verfahren Open Source zur Verfügung stellt. Der Student Philip Kreißel diskutiert, wie leicht Meinungen online verfälscht dargestellt werden können, indem Umfragetools manipuliert werden. Sven Weidner entwickelt als Strategie- und Blockchainexperte beim Start-up gust.network ein dezentrales Netzwerk für digitale Identitäten und möchte so ein sicheres und faires Internet garantieren. Viola Granow und Michael Naumann von funk entwickeln mit den Teilnehmenden neue Onlineformate und Verbreitungswege: Welche Gestaltungsmöglichkeiten bietet das Internet für öffentlich-rechtliche Kanäle? Sabrina Steinert erklärt die Grundlagen von Machine Learning Algorithms samt Live-Programming und zeigt, welche Fähigkeiten Datensysteme erlernen können. Eigene digitale Projekte können die Teilnehmenden mit dem Innovation-Game Moonshot von Cross-Innovation-Konzepter Till Hasbach und Martin Wiens einen Schritt weiterbringen. Die spannenden Projekte der anderen Visionäre können die Mitmachenden beim Z2X-Speeddating kennenlernen. Nicht zuletzt: Julia Kloiber, Wissenschaftlerin und Senior Fellow der Mozilla Stiftung, zeichnet zum Auftakt des Summits ein Positivszenario für den digitalen Wandel – frei nach dem Motto: Let’s build a better future!

Mehr Informationen zum Programm gibt es unter https://z2x.zeit.de/z2x-digital-programm/.

Interessierte können sich unter z2x.zeit.de für die Teilnahme an Z2X Digital, Z2X Bildung und Z2X Europa bewerben.

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